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Die Kunst des Archivierens

Ausstellung des Steiermärkischen Landesarchivs von November 2007 bis Mai 2008

Impression der Ausstellung "Die Kunst des Archivierens" im Landesarchiv vom November 2007 bis zum Mai 2008. © StLA
Impression der Ausstellung "Die Kunst des Archivierens" im Landesarchiv vom November 2007 bis zum Mai 2008.Impression der Ausstellung "Die Kunst des Archivierens" im Landesarchiv vom November 2007 bis zum Mai 2008.
© StLA
 

Die "Kunst" des Archivierens beginnt bei der fachlich gesicherten Auswahl der archivwürdigen Schriftstücke, deren sachkundigen Aufbereitung, Ordnung und Verzeichnung. Die archivierten Schriftstücke sind nicht nur "altes" Papier. Ihre Inhalte und ihr Zusammenhang sind Spiegelbild des Lebens, sie ermöglichen Erinnerung auf gesicherter Grundlage und tragen damit zur Identität der Gesellschaft und ihrer Individuen bei. Im Rechtsstaat sind Archive die Voraussetzung für die Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns und damit ein demokratisches Grunderfordernis. Zur Erhaltung des Archivgutes müssen moderne Technik, Sachkenntnis und alte Handwerkskunst im effizienten Zusammenspiel eingesetzt werden.

Der Inhaltsbogen der Ausstellung spannt sich von den Anfängen der Archive bis hin zum digitalen Archiv, von der Bewertung von Schriftgut bis zur Langzeitarchivierung der ausgewählten Dokumente - jeweils unabhängig vom Trägermaterial. Nachgegangen wird der Geschichte des Archivwesens vom Schatzgewölbe bis zum modernen Regalsystem ebenso wie den Vorkehrungen zur Abwendung von Katastrophen wie Brand- oder Wasserschäden und den Standards moderner Archivbauten. Gezeigt werden neben Gegenständen aus der archivhistorischen Sammlung des Landesarchivs auch längst vergessene Verfahren und Hilfsmittel der Archivierung.

Das Schicksal der "Georgenberger Handfeste", der bedeutendsten Urkunde des Steiermärkischen Landesarchivs (1186), zeigt exemplarisch die Gefahren für Archivgut auf. Als die Stände im 16. Jahrhundert im neuen Landhaus ein Archiv einrichteten mussten sie feststellen, dass ihnen die Handfeste abhanden gekommen war. Es dauerte drei Jahrzehnte und bedurfte vieler vertraulicher Kontakte und einiger „Ehrengeschenke", bis die bedeutendste der steirischen Landhandfeste 1605 endlich in das landständische Archiv einkehren konnte.

Das Steiermärkische Landesarchiv war schon im frühen 20. Jahrhundert durch die Einführung der fotographischen Reproduktionstechnik am Stand der Zeit. Es sollte noch viele Jahrzehnte dauern, bis sich dieses Verfahren zur Sicherung der wertvollsten Urkunden und Dokumente allgemein durchgesetzt hat. Heute verfügt das Landesarchiv über das am besten ausgestattete  Reprostudio der österreichischen Archive.

Sind die zur Archivierung erforderlichen Arbeitsschritte geleistet, stehen den Archivbenützern für die Beantwortung ihrer Fragen die einschlägigen Dokumente in kurzer Zeit zur Verfügung. In vielen Bestandsbereichen können die Dokumente elektronisch gesucht und im Bereich der Bildersammlungen des Landesarchivs auch digital benützt werden.

 
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